So solltest du deinen eBay Verkaufspreis berechnen, um garantiert Kunden zu bekommen

So solltest du deinen eBay Verkaufspreis berechnen, um garantiert Kunden zu bekommen

Wie soll ich meinen eBay Verkaufspreis berechnen? Das ist wohl eine der häufigsten Fragen, mit der sich die meisten Reselling Anfänger beschäftigen. Die Wahrheit lautet: Gar nicht. Du musst nicht wirklich etwas „berechnen“. Viel passender wäre hier der Begriff „ermitteln“, da du dich bei der Preisfindung für eBay in aller Regel am Verkaufspreis deiner Konkurrenten orientieren solltest. Du betreibst also eher Recherche, statt irgendwelche Berechnungen. Die bessere Frage lautet daher eher: Wie ermittle ich einen realistischen eBay Verkaufspreis? Und genau darum soll es in diesem Blogbeitrag gehen. Fangen wir gleich mit dem ersten Schritt an. 

Schritt 1: Prüfe Verkaufspreise, die in der Vergangenheit bereits realisiert wurden

Hierfür bietet eBay eine tolle Möglichkeit, mit welcher du dir genau ansehen kannst, zu welchen Preisen ein Produkt in der Vergangenheit schon mal verkauft wurde. Die entsprechende Funktion kannst du ganz einfach per Filter aktivieren. 

eBay Filter "verkaufte Artikel"

Auf diesem Wege bekommst du bereits einen ganz guten ersten Eindruck darüber, wo dein Verkaufspreis liegen könnte. Schaue dir dabei insbesondere die zuletzt verkauften Produkte an, um die aktuellsten Verkaufspreise zu sehen. Das Verkaufsdatum findest du in der Übersicht direkt über der jeweiligen Auktion. Ich selbst fokussiere mich in der Regel immer nur auf die Produkte, die in den letzten 3 Monaten verkauft wurden.

Für den Fall, dass die Verkaufspreise von einem Produkt stark voneinander abweichen, kannst du einen durchschnittlichen Verkaufspreis berechnen. Das wird in der Regel aber nur selten der Fall sein. Um den durchschnittlichen Verkaufspreis berechnen zu können, kannst du beispielsweise die letzten 5 Verkaufspreise zusammenzählen und einfach durch 5 teilen. Je mehr Verkaufspreise du berücksichtigst, desto genauer wird auch dein Durchschnittspreis. 

Schritt 2: Prüfe Verkaufspreise aktueller Angebote

Im zweiten Schritt schaust du dir die aktuellen Angebote an und zu welchem Preis diese angeboten werden. Damit du auch wirklich vergleichbare Angebote findest und nicht Äpfel mit Birnen vergleichst, empfehle ich dir bei deiner Recherche unbedingt die erweiterte eBay Suche zu nutzen. 

eBay erweiterte Suche

Du solltest dementsprechend vor deiner Preisrecherche mindestens folgende Filter einstellen:

  • Alle (Angebotsformat): Lass dir nur Sofort-Kaufen“ Angebote anzeigen, denn in diesem Angebotsformat lassen sich in der Regel die höchsten Preise erzielen
  • Artikelzustand: Je nach dem was für ein Produkt du anbieten möchtest, wähle hier entweder „Neu“ oder „Gebraucht“ aus
  • Artikelstandort: Hier empfehle ich nur „Deutschland“ auszuwählen, da die meisten Kunden aufgrund der längeren Lieferzeiten und oft teureren Versandkosten ungern bei Händlern aus dem Ausland bestellen
  • Sortieren: Hier wählst du „Niedrigster Preis inkl. Versand“ aus, denn wir wollen ja sehen, in welchem Preisrahmen sich die aktuellen Angebote befinden
Filter eingestellt?

Mit dieser Basis startest du nun deine Recherche nach den aktuellen Preisen. Aber Achtung, in deinen Ergebnissen wirst du höchstwahrscheinlich Angebote von privaten sowie gewerblichen Verkäufern finden. Für deine Preisermittlung sind die Preise der gewerblichen Verkäufer ausschlaggebend. Diese Preise sind in der Regel Immer etwas höher, als die Preise der privaten Verkäufer. Das liegt daran, dass die meisten Kunden bereit sind, beim Kauf über einen professionellen Verkäufer, den ein oder anderen Euro mehr zu bezahlen. Dennoch solltest du die Preise der privaten Verkäufer nicht vollständig ignorieren und außer Acht lassen. Es ist okay, wenn du deinen Preis leicht höher ansetzt als die privaten Verkäufer. Du solltest allerdings nicht sehr viel teurer sein, sodass du deine potentiellen Kunden abschreckst.

Nun sollten wir schon einen ziemlich guten guten Eindruck über einen realistischen Verkaufspreis bekommen haben. Als letztes machen wir dann noch einen kleinen Realitätscheck im dritten Schritt. 

Schritt 3: Abgleich der Verkaufspreise über Vergleichsportale

In der Realität schauen die meisten Kunden nicht nur auf eBay nach, sondern nutzen eben auch andere Online-Plattformen und Online-Shops um Ihre Käufe zu tätigen. Deshalb solltest du auch mindestens einen kleinen Blick auf einen der bekannten Vergleichsportale werfen und dort die günstigsten Verkaufspreise für dein Produkt abgleichen. Ich selbst nutze die Plattform Idealo und mache dort immer einen kurzen Abgleich. Du kannst aber natürlich auch jede andere Plattform nutzen – das ist dir überlassen.

Über den Abgleich bei einem Vergleichsportal kannst du in etwa abschätzen, wie gut die eBay Preise im Vergleich zum generellen Markt sind. Sind die eBay Preise deutlich teurer als beispielsweise bei den meisten anderen Online-Shops, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du eher etwas länger brauchen wirst, um einen Käufer zu finden. Umgekehrt stehen die Chancen aber auch sehr gut, wenn die Preise bei anderen Online-Shops deutlich höher sind. Im Idealfall schaffst du es sogar, bei einem der Vergleichsportale an der ersten Position mit dem günstigsten Angebot zu landen. In diesem Fall wirst du ziemlich schnell einen Käufer für dein Produkt finden. 

Wie ermitteln wir nun den Verkaufspreis?

Im Grunde genommen ist hier neben einem gesunden Menschenverstand immer auch ein wenig Bauchgefühl gefragt. Was könnte auf Basis deiner Recherche nach den oben genannten 3 Schritten ein realistischer Verkaufspreis sein? 

Ich selbst starte beispielsweise preislich immer ein wenig höher als der durchschnittliche Verkaufspreis von bereits verkauften Produkten (Schritt 1). Dabei versuche ich zudem immer unter den drei günstigsten gewerblichen Anbietern auf eBay zu landen – Natürlich immer mit Blick auf die Angebote privater Verkäufer und darauf, dass mein Preis nicht zu sehr von diesen Angeboten abweicht (Schritt 2). Zuletzt achte ich auf die Preise im Markt, indem ich ich diese über Idealo vergleiche. Wenn ich dort eine Chance sehe, mit kleinen Preisanpassungen auf dem ersten Platz zu landen, dann versuche ich auch das zu realisieren. Denn dadurch könnte ich eine deutlich größere Kundengruppe ansprechen. Das klappt aber natürlich nicht immer oder ist nur mit größeren Preisanpassungen möglich, die sich letztendlich nicht lohnen würden (Schritt 3).

Diese Schritte wiederhole ich dann für jedes meiner Produkte in regelmäßigen Zeitabständen. Besonders dann, wenn ich trotz ausführlicher Preisrecherche und nach einem längeren Zeitraum noch immer keinen Käufer für mein Produkt gefunden habe. Baue einen solchen regelmäßigen Preischeck deshalb am besten auch bei dir als kleine Routine mit ein. Du wirst sehen, dass du mit Hilfe dieser Routine sogar für deine eher schlecht laufenden Produkte, einen passenden Käufer finden wirst und ihm deine Rechnung zusenden darfst. Übrigens: Professionelle Rechnungen kannst du ganz einfach und kostengünstig über SevDesk* erstellen. Probier’s einfach mal aus!

Ein letzter Hinweis: Achte bei allen Preisermittlungen bitte immer darauf, dass deine Kosten vollständig abgedeckt sind. Es bringt dir nämlich nichts, der günstigste Anbieter zu sein, wenn du mit jedem verkauften Produkt Verluste machst und deine Kosten nicht decken kannst. Welche Kosten du dabei berücksichtigen solltest, habe ich in diesem Beitrag ausführlich beschrieben.

Auf welche Faktoren setzt du besonders großen Wert bei deiner Preisermittlung?

Anzeige