In 4 Schritten professionelle Produktfotos machen, die deinen Umsatz sofort steigern

In 4 Schritten professionelle Produktfotos machen, die deinen Umsatz sofort steigern

Der ein oder andere wird sich sicher fragen: Warum eigene Produktfotos machen, wenn es doch überall im Internet schon genug Produktfotos gibt, die man verwenden könnte. Ganz so einfach ist es leider nicht. Denn mit der Verwendung fremder Bilder – zum Beispiel von anderen Online-Shops, Herstellern oder einfach von Google – geht man die Gefahr einer anwaltlichen Abmahnung ein, die sehr teuer werden kann. Wettbewerber sehen es nämlich nicht gerne, wenn ihre Produktfotos ohne vorherige Erlaubnis in anderen Shops verwendet werden. Alleine aus diesem Grund solltest du grundsätzlich immer auf eigene Produktfotos setzen. 

Auch wenn es hiervon einige wenige Ausnahmen gibt, bei denen die Nutzung fremder Fotos erlaubt ist (zum Beispiel die Nutzung des eBay Produktkatalogs beim Erstellen eines Angebots auf eBay), kann die Erstellung von eigenen Produktfotos sinnvoll sein. So lassen sich die eigenen Produkte beispielsweise dadurch von der breiten Masse abheben. Ebenfalls verhelfen dir eigene Produktfotos dabei, den „roten Faden“ im eigenen Shop zu behalten und alles möglichst einheitlich zu halten. 

Das wichtigste ist aber: Deine Produktfotos sollten möglichst professionell aussehen. Denn es ist einfach Fakt, dass sich Produkte mit professionellen Produktfotos besser verkaufen als Produkte mit eher unprofessionelleren Fotos. Gute Fotos entscheiden darüber, ob ein potentieller Käufer dein Produkt letztendlich kauft oder nicht. 

Das schöne dabei: Du kannst professionell aussehende Produktfotos schon ganz einfach mit deinem Smartphone machen. Und das ohne teures Equipment oder teuren Profi-Kameras. Im Folgenden zeige ich dir 4 Schritte, wie ich dabei vorgehe.

1. Neutralen Hintergrund wählen

Für deine Produktfotos solltest du nach Möglichkeit immer einen neutralen Hintergrund wählen. Am besten einen einfarbigen Hintergrund, um die Aufmerksamkeit voll auf dein Produkt zu lenken. Dein Produkt sollte nämlich immer im Mittelpunkt stehen, nicht die Umgebung um dein Produkt herum. In den meisten Fällen ist ein weißer Hintergrund ideal. Bei sehr hellen Produkten wie zum Beispiel heller Bekleidung oder Schmuck eignet sich ein schwarzer Hintergrund besser. 

Ich selbst nutze diese Fotobox*, um meine Produkte vor einen neutralen (weißen oder schwarzen) Hintergrund zu stellen. Falls du aber eine andere Möglichkeit hast, einen neutralen Hintergrund zu schaffen, dann kannst du es selbstverständlich anders machen. Wichtig ist nur, dass der Hintergrund nicht von deuten Produkt ablenkt. 

2. Perfekte Beleuchtung vorbereiten

Nun kommen wir zur richtigen Beleuchtung, um dein Produkt ansprechend aussehen zu lassen. Zuallererst solltest du unbedingt den Blitz deines Smartphones (oder deiner Kamera) ausschalten und beim Fotografieren nicht verwenden. Damit vermeidest du nämlich unschön aussehenden Schatten und Spiegelungen auf deinen Produktfotos. 

Deine verfügbare Lichtquelle sollte dein Produkt zudem indirekt beleuchten. Das Licht sollte also zum Beispiel durch eine weiße Leinwand oder ein ähnliches Material hindurch leuchten. Auch damit verringerst du Schatten und Spiegelungen auf deinen Fotos und lässt sie dadurch professioneller wirken. 

Ansonsten sollte deine Lichtquelle das Produkt idealerweise gleichmäßig ausleuchten. So, dass dein Produkt von allen Seiten die du fotografieren möchtest, gleich viel Licht bekommt. 

Auch was das Thema Beleuchtung betrifft, hilft mir meine Fotobox* dabei, alle Produkte perfekt auszuleuchten und in Szene zu setzen. So ist es mir möglich, auch ohne ein spezielles Bilder-Bearbeitungsprogramm zu nutzen, professionelle Produktfotos zu machen. Eine solche Fotobox kann ich jedem Reseller nur wärmstens empfehlen. Der Kostenpunkt liegt in der Regel bei unter 100 Euro und ist damit recht schnell mit den ersten paar Sales verdient. Für mich war es definitiv eine der besten Investitionen bisher und der Unterschied zu „normalen“ Produktfotos lässt sich sofort erkennen.

3. Produkt richtig platzieren

Bei der Platzierung deines Produktes ist der allerwichtigste Punkt, dass das Produkt mittig ausgerichtet wird und deutlich erkennbar ist. Das Produkt sollte zudem möglichst das ganze Foto ausfüllen, mindestens jedoch 80%. Auf zusätzliche Dekoration solltest du verzichten, um deine Käufer nicht zu verwirren. Denn bei vielen Produktfotos ist oft nicht klar, was genau zum Angebot gehört und was nicht.  

Wichtig: Bei manchen Produkten ist die Produktgröße für den potentiellen Käufer nicht immer so offensichtlich. Das könnte beispielsweise bei Schmuck der Fall sein. In solchen Fällen hilft es, wenn du eine Münze oder ein Lineal neben das Produkt stellst. Damit stellst du sicher, dass deine potentiellen Käufer ein besseres Gefühl für die Produktgröße bekommen.

4. Professionelle Produktfotos machen 

Grundsätzlich sollten alle Produktfotos in hoher Auflösung erfolgen, da qualitativ hochwertige Fotos die Kaufentscheidung deiner potentiellen Käufer positiv beeinflussen. Viele Verkaufsplattformen wie zum Beispiel eBay, bieten ihren Kunden eine Zoom- und Vergrößerungsfunktion an. Genau an dieser Stelle sind hoch aufgelöste Produktfotos sehr hilfreich, da Kunden dann einzelne Produktdetails besser erkennen können. Schlechte und unscharfe Fotos würden an dieser Stelle sehr unprofessionell wirken. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist, dass sich mit guten Produktfotos häufig auch höhere Verkaufspreise erzielen lassen. 

Wer ein aktuelles Smartphone besitzt, der braucht sich um die Qualität seiner Fotos keine Sorgen zu machen. Diese ist nämlich in den meisten Fällen vollkommen ausreichend für den Start. Auch ich nutze noch mein 3 Jahre altes iPhone 8 und es kommen dabei super Produktfotos zustande. Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du dir dann immer noch eine bessere Kamera zulegen und dein Equipment upgraden.

Im nächsten Schritt solltest du dein Smartphone oder deine Kamera so platzieren, dass du beim Fotografieren keine verwackelten und unscharfen Fotos durch unruhiges Halten deines Smartphones  machst. Am besten geht das mit einem Stativ. Wenn du kein Stativ hast, dann kannst du alternativ auch einen festen und ebenen Untergrund nutzen – beispielsweise Bücher. Nutze zusätzlich auch die Selbstauslöser Funktion wenn es dir hilft. Auf diesem Weg wirst du ganz sicher bessere und deutlich schärfere Bilder machen können. Falls du eine Fotobox benutzt, dann solltest du deine Kamera vor die Öffnung der Box platzieren.

Mache nun mehrere Aufnahmen von deinem Produkt. Am besten aus unterschiedlichen Winkeln. Achte dabei auch auf besondere Details am Produkt und mache davon ein paar Nahaufnahmen. Besonders bei gebrauchten Waren sind detaillierte Nahaufnahmen wichtig, damit sich deine potentiellen Käufer einen besseren Eindruck über den Zustand des Produktes machen können. Insofern es irgendwelche Mängel geben sollte, solltest du auch diese Erfassen und nicht verbergen! 

Denk dran:

Bevor du zum Schluss dein Foto-Setup wieder wegräumst, solltest du noch einmal alle gemachten Fotos überprüfen. Passt die Helligkeit, die Farben und die Schärfe der Produktfotos und bist du insgesamt mit den Ergebnissen zufrieden? 

Hier siehst du beispielhaft auch mal eines meiner Produktfotos, welches ich mit Hilfe der oben genannten 4 Schritte gemacht habe: 

Beispiel Produktfoto

Ein paar weitere Tipps zum Schluss:

  • Versuche im Nachgang keine Grafiken wie zum Beispiel dein Logo oder irgendwelche Werbetexte wie „kostenloser Versand“ in deine Produktbilder einzubauen. Das lenkt erstens von deinem Produkt ab und ist zweitens bei einigen Verkaufsplattformen wie eBay sogar verboten. 
  • Nutze den Bilderservice deiner jeweiligen Verkaufsplattform für den Upload deiner Produktfotos. Damit stellst du sicher, dass deine Fotos auf allen technischen Geräten und verfügbaren Internetbrowsern gut und vor allem ohne Fehler angezeigt werden. Wenn du deine Fotos direkt in die Produktbeschreibung einbindest, dann kann dir diese Sicherheit nicht gewährleistet werden. 
  • Lege dir eine übersichtliche Ordnerstruktur an, in welcher du deine Produktfotos strukturiert ablegen und jederzeit wieder finden kannst. Denke daran, dass Verkaufsplattformen wie zum Beispiel eBay, 90 Tage nach Ablauf einer Auktion sämtliche Fotos löschen. Es wäre also blöd, wenn du für das gleiche Produkt erneut Produktfotos machen müsstest. Durch eine übersichtliche Ordnerstruktur ersparst du dir diesen unnötigen zusätzlichen Aufwand. 

Mit Hilfe dieser 4 Schritte solltest du nun in der Lage sein, ebenfalls professionelle Produktbilder für deinen Shop machen zu können und deinen Umsatz dadurch zu steigern!.  

Ich bin in jedem Fall gespannt wie deine Produktfotos aussehen werden. Lass mir unten gerne einen Kommentar, damit ich es mir mal anschauen kann!