Abmahnung für Ebay Händler: 7 häufige Gründe im Überblick

Abmahnung für Ebay Händler: 7 häufige Gründe im Überblick

Eine Abmahnung auf dem Online-Marktplatz Ebay ist heute leider keine Seltenheit mehr. Immer wieder werden gewerbliche Ebay Verkäufer aus verschiedenen Gründen abgemahnt. Nicht selten verbirgt sich hinter einer solchen Abmahnung ein Wettbewerber, der einem die Tätigkeit als Online-Händler schwer machen will.

Doch das Schöne daran ist, dass wir aus den Fehlern anderer lernen können. Deshalb bekommst du heute einen Überblick zu einigen der am häufigsten auftretenden Abmahngründe bei Ebay Verkäufern.

Wer mahnt eigentlich ab?

Die Abmahnungen werden in der Regel von spezialisierten Rechtsanwälten (z. B. Rechtsanwalt Sandhage) oder diversen Abmahnvereinen (z. B. Ido-Verband) vorgenommen. Dabei geht es ihnen vor allem um eine strenge Kontrolle der geltenden Wettbewerbsregeln, die bei Verstößen entsprechend verfolgt werden. Doch in vielen Fällen stecken auch Konkurrenten hinter einer solchen Abmahnung, die das Ganze als Mandanten von Rechtsanwälten in Auftrag geben.

Was sind die Folgen einer Abmahnung?

Grundsätzlich erfolgt durch eine Abmahnung immer eine Aufforderung an den Ebay Verkäufer, ein bestimmtes Verhalten zu unterlassen. Um das sicherzustellen, wird der Verkäufer in der Regel gebeten, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Doch das ist nicht alles. Im Rahmen einer Abmahnung werden zusätzlich auch die angefallenen Rechtsanwaltskosten geltend gemacht und dem betroffenen Verkäufer in Rechnung gestellt.

Im Allgemeinen ist es empfehlenswert, einen professionellen Rat von einem Rechtsanwalt einzuholen, bevor eine Unterlassungserklärung unterschrieben oder der geforderte Betrag gezahlt wird.

Tipp: Wenn du Betreiber eines Shops auf einem Online-Marktplatz wie zum Beispiel Ebay bist oder sogar einen eigenen Online-Shop betreibst, dann kann sich die Mitgliedschaft bei einem professionellen Anbieter für Internetrecht lohnen. Solche Anbieter bieten dir nicht nur anwaltlich geprüfte Rechtstexte für deine Shops an, sondern häufig auch Hilfe im Falle einer Abmahnung. Für meine eigenen Shops nutze ich den kostengünstigen Service der IT-Recht Kanzlei* und kann diesen absolut weiterempfehlen. Eine Alternative dazu wäre auch der Service des Händlerbundes*.

7 häufige Abmahngründe bei Ebay Verkäufern:

Abmahnungen können aus sehr unterschiedlichen Gründen erfolgen. Einige Quellen berichten sogar, dass es mittlerweile mehr als 1.000 verschiedene Abmahngründe für Online-Händler gibt.

Einige der am häufigsten auftretenden Abmahngründe bei Ebay findest du hier in einem Überblick zusammengefasst:

1. Verletzung der gewerblichen Informationspflicht

Damit es einen fairen Wettbewerb im Online-Handel gibt, müssen alle Online-Händler ihren Käufern verschiedene Informationen zur Verfügung stellen. Dazu zählen unter anderem folgende Informationen:

  • Impressum
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Widerrufsbelehrung (inkl. Widerrufsmuster)

Sind diese Informationen veraltet, unvollständig oder fehlen bestimmte Elemente, könnte es zu einer entsprechenden Abmahnung kommen.

Damit du an dieser Stelle auf der sicheren Seite bist, ist eine individuelle Erstellung der oben genannten Rechtstexte für deinen Ebay Shop empfehlenswert. Zwar gibt es dafür verschiedene kostenlose Services – allerdings solltest du diese aber möglichst meiden, da sie selten auf deinen individuellen Fall passend sind und du dadurch zusätzliche Abmahnrisiken eingehen würdest.

Besser sind die Services der IT-Recht Kanzlei* oder des Händlerbundes*, bei denen du individuelle und anwaltlich erstellte Rechtstexte sowie regelmäßige Updates für rund 10€ / Monat erhältst. Hier ist dein Geld in jedem Fall gut investiert.

Weitere Informationen zu den rechtlichen Grundlagen findest du auch in diesem Beitrag.

2. Irreführender Angebotstitel

Ja, auch im Titel deines Ebay Angebotes birgt sich die Gefahr einer Abmahnung. Genau genommen besteht das Risiko vor allem dann, wenn ein Markenname in der Überschrift genutzt wird, obwohl gar kein Produkt dieser Marke Teil des Angebotes ist und tatsächlich verkauft wird.

3. Verletzung von Bild- und Urheberrechten

Die Verwendung von geschützten Bildern ist ebenfalls ein häufiger Abmahngrund. Denn viele Händler kopieren Produktbilder einfach von anderen Webseiten oder Shops und verwenden diese dann in ihren Angeboten. Das ist in den meisten Fällen, ohne eine ausdrückliche Zustimmung des Urhebers, nicht erlaubt.

Um sicher zu gehen, sollten sämtliche Bilder entweder selbst erstellt oder von einer Bildagentur kostenpflichtig erworben werden. Alternativ reicht natürlich auch eine Erlaubnis seitens des Urhebers.

4. Fehlende Grundpreise

Wer Produkte nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft, der muss seinen Kunden auch einen Grundpreis benennen. Dieser Grundpreis soll eine bessere Vergleichbarkeit auf dem Markt ermöglichen. Fehlt eine Angabe zum Grundpreis, kann eine Abmahnung erfolgen.

Doch nicht nur das Fehlen eines Grundpreises birgt das Risiko einer Abmahnung. Der Grundpreis muss zudem in unmittelbarer Nähe des Endpreises angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, kann auch hierfür eine Abmahnung erfolgen.

5. Fehlende Angabe von Pflichtkennzeichnungen

Je nach Produktkategorie gibt es unter Umständen auch bestimmte Kennzeichnungspflichten. So zum Beispiel auch bei vielen Elektronikprodukten, für die die Angabe der Energieeffizienzklasse verpflichtend ist, damit eine richtige Kaufentscheidung bei potenziellen Käufern gewährleistet ist.

Du solltest dich daher unbedingt darüber informieren, ob es für deinen Produktbereich ebenfalls bestimmte Kennzeichnungspflichten gibt.

6. Verstoß gegen das Verpackungsgesetz

Oft werden Ebay Verkäufer auch für den Verstoß gegen das Verpackungsgesetz abgemahnt. Denn nach dem Verpackungsgesetz müssen alle Verpackungen, die erstmals gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden, bei dem Verpackungsregister registriert werden. Erfolgt keine entsprechende Registrierung, kann der betroffene Verkäufer eine Abmahnung erhalten.

Weitere Details zum Verpackungsgesetz und allem was du als Händler wissen solltest, erfährst du hier.

7. Verstoß gegen das Elektrogesetz

Aus dem Elektrogesetz ergeben sich einige zusätzliche Verpflichtungen, die bei Nichtbeachtung eine Abmahnung als Folge haben könnten. So gibt es beispielsweise eine Registrierungspflicht für Elektrogeräte, die in den Verkehr gebracht werden. Ebenfalls gibt es eine Hinweispflicht zur Rücknahme von Altgeräten.

Wenn du auch selbst Elektrogeräte verkaufst, kannst du mit Hilfe dieser hilfreichen und kostenlosen Checkliste herausfinden, ob du auf der sicheren Seite bist oder weiterer Handlungsbedarf besteht.

Die Lösung: Anwaltlich absichern lassen

Du merkst, die Abmahngründe bei Ebay Verkäufern können sehr vielfältig sein. Zudem ist es bei den – sich stets ändernden Gesetzen – oft schwer den Überblick zu behalten. Und seien wir mal ehrlich: Als Händler wollen wir uns auch nicht den ganzen Tag mit Gesetzen beschäftigen, sondern unserer Hauptaufgabe, dem An- und Verkauf von Produkten widmen.

Deshalb ist wohl eine der vernünftigsten Lösungen, sich für das Ganze rechtliche „klein klein“, die Unterstützung von qualifizierten Rechtsanwälten mit langjähriger Erfahrung im Internetrecht zu sichern.

Wie bereits am Anfang dieses Beitrags erwähnt, setze ich persönlich deshalb auf den Service der IT-Recht Kanzlei*, bei denen ich nicht nur alle notwendigen Rechtstexte für meinen Ebay Shop erhalte, sondern auch auf Hilfe im Falle einer Abmahnung zählen kann.

Du hast weitere Fragen zu diesem Thema? Kommentiere einfach unter diesem Beitrag.

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